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MELT! Festival

Freitag, 16.7.2004

wie bei jedem guten festival ist auch beim melt schier unmöglich alles zu sehen, alles zu hören. und wie bei jedem guten festival, verbringt man auch beim melt viel zeit damit, von einem floor zum anderen zu laufen. an sportlicher betätigung mangelte es uns also nicht.

der freitag hatte es etwas schwer. es dauerte eine ganze weile, bis sich das festival-gelände füllte. sicher hat das bis dato noch unbeständige wetter manch einen überwindung gekostet. schließlich hats selbst am anreisetag noch geregnet.

so mussten die jeweiligen acts schon etwas arbeiten, um auf sich aufmerksam zu machen. wir wurden den eindruck nicht los, dass alle nur etwas am wippen, ein bißchen mit dem kopf nicken und ein wenig mit den beinen wackeln waren, richtig power fehlte.

die türen

die türen

die türen

die türen

die türen

die türen

actdietueren6.jpg

die türen

egoexpress

klingklangkrieger

klingklangkrieger

m.a.n.d.y.

markus welby

markus welby

märtini brös

märtini brös

märtini brös

märtini brös

märtini brös

märtini brös

märtini brös

märtini brös

moonbootica

moonbootica

erste lichtblick gegen 23uhr: heiko laux pres. offshore funk. heiko hat ja ein neues album draußen, in welchem er quasi das thema jazz aufgreift und genau dies bot er nun auch live dar. ähnelt einwenig dem, was ihr vielleicht von laurent garniers unreasonabel behaviour her kennt. natürlich hat es aber seine ganz eigene laux´sche note.

auf dem mainstage bei 2raumwohnung wurde es so langsam etwas voller. gegen 24uhr etwa.
kam die kleine immobilie früher noch mit inga als sängerin und ihrem kollegen am laptop/synthie aus, hat man sich nun zum band-format gesteigert. am sound hat sich jedoch nicht viel geändert. der ist eigentlich so wie immer, also schon gut, aber wirklich neues gabs nicht zu hören. highlight war jedoch, als inga bei dem track sexy girl ca. 20 mädels aus dem publikum auf die bühne holte und deren namen dann live in ihren gig einbezog.

gleich im anschluss daran ging es mit weiblicher stimme weiter. die band mia kam als nächstes und setzte mit ihrem auftritt das erste highlight des festivals, vor allem in sachen length, wie es im englischen heißt. bedeutet, es wurde das erste mal richtig gerockt! die leute kamen aus sich raus und diverse körperteile gingen in die luft! das dürfte in dieser festival-saison nicht nur hier in gräfenhainichen so sein, sondern sicher bei so ziemlich jedem gig. mia sprüht nur so vor energie und kaum jemand kann sich dieser welle entziehen.

aus der publikums-perspektive, welche wir überwiegend inne hatten, sah das dann ungefähr so aus:

kurz zeit für einen rundgang auf die anderen floors. koze gab mal wieder alles, marc schneider legte ein gut ge-erdetes set auf, ricardo villalobos auf seine berühmt/berüchtigte weise ebenfalls, alexander kowalski gab einen recht harten liveact zum besten (was sich auf dem dortigen stage im laufe des festivals auch nicht ändern sollte...), kiki vs. mitja prinz bewiesen gewohnte qualität im minimal house bereich, ellen alien läßt etwas experiemtierfreude vermissen (selber stage wie kowalski, ebenfalls relativ "hart"), superpitcher dann im anschluss ähnlich...

und zurück zum mainstage, wo die scissor sisters bei vielen kopfschütteln, bei den meisten jedoch eher applaus ernteten. ob man die musik von ihnen nun mag oder nicht, die show die sie liefern ist auf jedenfall sehenswert. kann man sich zusätzlich noch für deren musik begeistern, ergibt das sogar ein weiteres highlight des wochenendes. überrascht war ich, wieviele tracks von ihnen mir doch schon durch den kopf bzw. durch das ein oder andere set ging, ohne zu wissen, dass es sich um diese new yorker in-combo handelt (als nicht-dj...). von der art her erinnert das zusammenspiel der beiden ikonen im vordergrund an die darbietung von gus gus letztes jahr bei sms. nur vielleicht noch stranger, mehr unisex und ziemlich bizarre... hatte ein bißchen von was von der horror picture show.

letzte amtshandlung: bestätigung einholen, dass sich der style auf dem gemini stage (kowalski, ellen alien, superpitcher und co) auch unter der leitung von richie hawtin nicht wesentlich änderte. im großen und ganzen, auf seine hochkünstlicherische und akribische art, läßt sich auch sein style am treffendsten mit "gedresche" betiteln!

was uns die entscheidung für heute "off" zu gehen umso mehr erleichterte... mit u.a. noch folgenden impressionen:

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crowdboris.jpg

crowdboris1.jpg

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crowdmartine.jpg

crowdmartini.jpg

crowdmartini1.jpg

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