the day
after... nicht nur wir haben die nacht überlebt und
fanden uns bereits gegen 16uhr wieder auf dem
gelände ein. denn schließlich gab es um diese
humane zeit bereits senor coconut zu erleben.
dieser wiederum zeichnet sich verantwortlich für
eine art merengé-salza-latin-beats-artige
cover-combo, welche dann stücke von kraftwerk, the
doors oder anderen interpreten auf eine ganz eigene art
und weise neu definiert. für das bombenwetter genau
die richtige untermalung in sachen
soundkulisse.

im
anschluss daran galt es wieder etwas das
festival-gelände zu ergründen. so spielten
spitting off tall buildings aus berlin einen stage
weiter eine dermaßen punkige rock-nummer, dass
gleich klar war: heute gibt es keine aufwärm phase.
heute ist kaltstart angesagt.
daniel
wang entging uns leider (und ich bin mir nicht
sicher, ob er überhaupt aufgetaucht ist),
doering, le mercier und boris
vertraten ihn derweil würdig,
soapespierre sorgte an anderer stelle für
musikalische techno/house-untermalung, rabauke als
einstiger begleiter von eins zwo stellte unter beweis,
dass auch das hiphop-universum keineswegs sein einziges
zuhause ist und auf dem hauptstage machten sich avril
daran zu zeigen, warum f-com-label-chef laurent es
für notwendig hielt, sie zu signen!
und
damit sind wir im ziemlichen schnell-durchgang beim
höhepunkt des festivals angelangt (zumindest nach
demokratischer auszählung von 3 stimmen, bei denen 2
dafür und einer sich der stimme enthielt).
the streets begingen gegen 23.30 ihr
live-manifest.
vorsichtigen
schätzungen nach, fanden sich auch die meisten
besucher zu deren liveact auf dem mainstage ein.
mike skinner, mit sicherheit jünger als der
durchschnitt hier auf dem festival, aber dennoch mal
grade eben headliner selbigen festivals. seine storys
über parties, drogen, mädels, no-future-denken
und playstation, stellt nichts geringeres dar, als das,
was eben sein leben ausmacht.
angefangen als klassischer bedroom produzent, hat er sich
ziemlich schnell zu einem der aktuell meistgefragtesten
acts aus great britain gemausert. sein stil umfasst dabei
eine mischung aus 2step/garage/grime, dancehall und
hiphop, gepaart mit einem unverkennbaren slang direkt aus
den ga(/o)ssen irgend eines englischen
arbeiter-städtchens.


die
o.g. mischung ist einfach dermaßen tauglich
gewesen! gepaart mit der ein oder anderen
fußball-einlage, einem gutem brandy (sowohl auf dem
bühnenboden, als auch in den haaren seines kollegen)
und einer tasse (wohl) englischen
tee´s...



einzig
denkbarer konkurrent in sachen highlight diesen abend war
peaches. diese kam/en gleich im anschluss und
dürften bei der gunst der besucher in ähnlich
hohem kurs stehen.
die
folgende live-performance paarte dann sex, drugs, dildos
und jede menge e-gitarre mit trashigen electrobeats.
not my cup of tea... und deshalb: no comment!

nach
der darbietung sehnte man sich nach etwas eher
"konventiellerem", etwas mehr "down to
earth"-flavour.
z.b. in form von jori hulkkonen, der das
10-jahre-f-com-special dieser nacht einläutete,
gefolgt von the youngsters, die den ihrigen stage
bestens im griff hatten. später noch mit
scanx live!




während
an anderer stelle bewährtes und berüchtigtes
wie international ponys oder auch
t.raumschmiere von statten ging, verweilten wir
den rest des abends mit f-communications,
insbesondere dem chef persönlich:
laurent garnier!

ihr
seht ja selbst, voller einsatz und sichtlich mit spass
bei der sache. unterm strich zwar auch relativ straighter
stuff (muss wohl an dem stage liegen...), aber dennoch
mit der ihm nunmal gottgegebenen gabe vorgetragen, die
jeden mitgehen läßt, der sich in reichweite
der lautsprecher befindet. applaus applaus.
und
damit neigte sich das ganze dem ende zu. sicherlich nicht
minder exzellente darbietungen von woody, the
hacker, sasche funke, phase 2 und und
und entgingen uns, aber man kann nunmal nicht
überall sein...



was
bleibt ist die erinnerung an ein insgesamt cooles
festival, ohne langeweile, wenig schlaf und gutem wetter.
insgesamt betrachet behielten die künstler aus dem
rein elektronsichen kontext die oberhand, wenngleich die
ein oder andere band für gelungene abwechslung
sorgte. letzteres wäre in erhöhtem maße
für nächstes jahr wünschenswert. in
erinnerung an gigs der sterne oder auch tocotronic vor
zwei jahren. doch wie schon gesagt, alles in allem eine
runde sache und es bleibt zu hoffen, dass sich der
zwei-jahres-intervall nicht einschleicht...
in
diesem sinne sagen wir bye bye, auf wiederhören, bis
nächstes jahr!