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MELT! Festival

Samstag, 17.7.2004

the day after... nicht nur wir haben die nacht überlebt und fanden uns bereits gegen 16uhr wieder auf dem gelände ein. denn schließlich gab es um diese humane zeit bereits senor coconut zu erleben. dieser wiederum zeichnet sich verantwortlich für eine art merengé-salza-latin-beats-artige cover-combo, welche dann stücke von kraftwerk, the doors oder anderen interpreten auf eine ganz eigene art und weise neu definiert. für das bombenwetter genau die richtige untermalung in sachen soundkulisse.

im anschluss daran galt es wieder etwas das festival-gelände zu ergründen. so spielten spitting off tall buildings aus berlin einen stage weiter eine dermaßen punkige rock-nummer, dass gleich klar war: heute gibt es keine aufwärm phase. heute ist kaltstart angesagt.

daniel wang entging uns leider (und ich bin mir nicht sicher, ob er überhaupt aufgetaucht ist), doering, le mercier und boris vertraten ihn derweil würdig, soapespierre sorgte an anderer stelle für musikalische techno/house-untermalung, rabauke als einstiger begleiter von eins zwo stellte unter beweis, dass auch das hiphop-universum keineswegs sein einziges zuhause ist und auf dem hauptstage machten sich avril daran zu zeigen, warum f-com-label-chef laurent es für notwendig hielt, sie zu signen!

avril

avril

avril

avril

rabauke

soapespierre

spitting off tall buildings

spitting off tall buildings

spitting off tall buildings

spitting off tall buildings

spitting off tall buildings

ein ausgiebiges abendessen sowie den einzigen regenschauer des festivals später, hörten wir die band tortoise mit gleich 2 drummern, mocky mit einer fast schon old-school-mäßigen hiphop performance, die shooting stars telemen, das le hammond inferno beim in brand stecken ihres stages, luciano mit live-set beim löschen desselben, andre galluzzi sowie mouse on mars, welche unter beweis stellten, dass man schon viel an sound bieten muss, wenn die bühnen-performance zwei mannen hinter einem podest vorsieht.

andre galluzzi

andre galluzzi

andre galluzzi

le hammond inferno

le hammond inferno

luciano

luciano

mocky

mocky

mocky

mocky

mocky

telemen

telemen

die crowd von telemen

und damit sind wir im ziemlichen schnell-durchgang beim höhepunkt des festivals angelangt (zumindest nach demokratischer auszählung von 3 stimmen, bei denen 2 dafür und einer sich der stimme enthielt).
the streets begingen gegen 23.30 ihr live-manifest.

vorsichtigen schätzungen nach, fanden sich auch die meisten besucher zu deren liveact auf dem mainstage ein.
mike skinner, mit sicherheit jünger als der durchschnitt hier auf dem festival, aber dennoch mal grade eben headliner selbigen festivals. seine storys über parties, drogen, mädels, no-future-denken und playstation, stellt nichts geringeres dar, als das, was eben sein leben ausmacht.
angefangen als klassischer bedroom produzent, hat er sich ziemlich schnell zu einem der aktuell meistgefragtesten acts aus great britain gemausert. sein stil umfasst dabei eine mischung aus 2step/garage/grime, dancehall und hiphop, gepaart mit einem unverkennbaren slang direkt aus den ga(/o)ssen irgend eines englischen arbeiter-städtchens.

die o.g. mischung ist einfach dermaßen tauglich gewesen! gepaart mit der ein oder anderen fußball-einlage, einem gutem brandy (sowohl auf dem bühnenboden, als auch in den haaren seines kollegen) und einer tasse (wohl) englischen tee´s...

einzig denkbarer konkurrent in sachen highlight diesen abend war peaches. diese kam/en gleich im anschluss und dürften bei der gunst der besucher in ähnlich hohem kurs stehen.

die folgende live-performance paarte dann sex, drugs, dildos und jede menge e-gitarre mit trashigen electrobeats.
not my cup of tea... und deshalb: no comment!

japs ihr sehr richtig. bärtige frau mit hut, dildo und fuck-me-stiefeln... new york, new york!

nach der darbietung sehnte man sich nach etwas eher "konventiellerem", etwas mehr "down to earth"-flavour.
z.b. in form von jori hulkkonen, der das 10-jahre-f-com-special dieser nacht einläutete, gefolgt von the youngsters, die den ihrigen stage bestens im griff hatten. später noch mit scanx live!

jori hulkkonen jori hulkkonen

the youngsters

the youngsters the youngsters

the youngsters scanx

scanx

während an anderer stelle bewährtes und berüchtigtes wie international ponys oder auch t.raumschmiere von statten ging, verweilten wir den rest des abends mit f-communications, insbesondere dem chef persönlich:
laurent garnier!

ihr seht ja selbst, voller einsatz und sichtlich mit spass bei der sache. unterm strich zwar auch relativ straighter stuff (muss wohl an dem stage liegen...), aber dennoch mit der ihm nunmal gottgegebenen gabe vorgetragen, die jeden mitgehen läßt, der sich in reichweite der lautsprecher befindet. applaus applaus.

und damit neigte sich das ganze dem ende zu. sicherlich nicht minder exzellente darbietungen von woody, the hacker, sasche funke, phase 2 und und und entgingen uns, aber man kann nunmal nicht überall sein...

was bleibt ist die erinnerung an ein insgesamt cooles festival, ohne langeweile, wenig schlaf und gutem wetter. insgesamt betrachet behielten die künstler aus dem rein elektronsichen kontext die oberhand, wenngleich die ein oder andere band für gelungene abwechslung sorgte. letzteres wäre in erhöhtem maße für nächstes jahr wünschenswert. in erinnerung an gigs der sterne oder auch tocotronic vor zwei jahren. doch wie schon gesagt, alles in allem eine runde sache und es bleibt zu hoffen, dass sich der zwei-jahres-intervall nicht einschleicht...

in diesem sinne sagen wir bye bye, auf wiederhören, bis nächstes jahr!


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